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Fahrt zur Luisenburg am 29. Juni 2013

Die Fahnenweihe - eine satirische Komödie von Josef Ruederer

Die Vorbereitungen zur ersten gemeinsamen Fahrt der Freien Wählergemeinschaft Oberreichenbach zu den Luisenburg-Festspielen gingen schon im vergangenen Jahr los, aber das Wetter konnte man erst kurzfristig bestellen. Leider hatte hier der Petrus kein richtiges Einsehen, wenngleich wir natürlich vorher alle brav um gutes Wetter gebeten hatten. So startete der Bus wie geplant am Feuerwehrhaus bei leichten Nieselregen. In der früheren Heimat unserer zweiten Vorsitzenden Petra gab es natürlich auch das typische ländlich-dörfliche Leben mit Klöß am Sonntag. Petra versorgte uns mit ein paar Einblicken in diese oberfränkische Lebensart und einigen historischen Eckdaten zur Region des Fichtelgebirges. So wurden wir wenigstens während der Busfahrt vom tristen Grau des Himmels abgelenkt, der aber auch in Oberfranken im schönen Wülfersreuth seinen Tribut zollte: Die versprochene wunderbare Fernsicht durch die Panoramafenster des Landgasthofs Goldener Löwe wurde durch den Nebel und Nieselregen verschleiert. Davon ließen wir uns aber nicht von unserer guten Laune abbringen und konzentrierten uns auf die vorzügliche Küche der Gastwirtsfamilie Hirschmann und natürlich auf das ein oder andere Getränk.
Nach gut zwei Stunden fuhren wir, gestärkt vom guten Essen, weiter nach Wunsiedel zur Luisenburg. Wenngleich das Wetter immer noch sehr diesig daherkam, so verschonte uns Petrus beim Aufstieg auf die Luisenburg zumindest mit dem Regen.
Die Erfahrung der langjährigen Festspielbesucher und „Einheimischen“, Waltraud Frohring und Petra Kreß-Pausch sorgte dafür, dass wir mit Decken und Sitzkissen ausgerüstet den bayrisch-sibirischen Verhältnissen der Freilichtbühne trotzen konnten.

Um halb neun Uhr ging es schließlich los: Josef Ruederer´s „Die Fahnenweihe“, in der Inszenierung von Michael Lerchenberg. Der gut gespielte oberbayerische Dialekt verlangte zwar einige Konzentration für uns Franken, doch nach ein paar Szenen war man relativ gut orientiert und man konnte dem Schauspiel folgen.
Die böse Komödie über Kommunalpolitik, Tourismus, Profitgier und Doppelmoral hat in weiten Teilen wohl nicht an Aktualität verloren. Noch so manche Kommune hat noch heute ihre dunkel-schwarzen Regierungsvertreter, die zwischen „Sein und Schein“ ihre Konflikte mit dem gewissen Chuzpe, oder anders gesagt, einem Schuss Selbstüberschätzung, auf ihre ganz eigene Art lösen.

Das Stück ist wesentlich satirischer und schärfer als es der harmlose Titel zunächst vermuten lässt. Der Durchsetzung von Privatinteressen mit dem passenden Kleingeld, welches von großstädtisch-gönnerhaften und gleichermaßen doch zwielichtig erscheinenden Gestalten mehr oder weniger erpresst wird, steht die satirische Aufarbeitung mittels einem „Theaterstück im Stück“ glanzvoll offen gegenüber.

Die darstellerischen Leistungen konnten vollends überzeugen, waren doch neben Michael Lerchenberg als Hauptdarsteller auch zahlreiche aus Funk und Fernsehen bekannte Namen wie zum Beispiel Veronika von Quast und Christian Höning beteiligt.

Nach gut eineinhalb Stunden Rückfahrt mit dem Reisebus Klemm kamen wir nach einem schönen, entspannten Nachmittag und  kulturellem Genuss auf der Felsenbühne der Luisenburg wieder gut in Oberreichenbach an.

JK