Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles

Twitter Kurzinfos

Zum Twitterprofil von LudwigWahlBGM

Gemeinsam STARK!

Freu(n)de verbindet

 

Zur Facebookseite von Ludwig Wahl 

Seiteninhalt

Antrittsrede als Bürgermeister

05.05.2008

Meine sehr geehrten Damen und Herren

Begrüßung:

Eingangs möchte ich mich für die vielen Glückwünsche anlässlich meiner Wahl zum Bürgermeister herzlich bedanken. Ich habe mich darüber sehr gefreut. Vielen Dank auch für die vielen offenen Worte und den überaus freundlichen Empfang in den letzten Tagen hier im Rathhaus. Bedanken möchte ich mich insbesondere bei Hans Mitschke, stellvertretend für die gesamte Verwaltung bei Susanne Müller aber auch bei Frau Cornelia Möritz, die mir den Einstieg in eine neue berufliche Laufbahn, auf eine sehr angenehme Art erleichtert haben. Ich hatte ab dem ersten Tag das Gefühl, dass ich hier im Rathaus Willkommen bin.

Meine nächsten 6 Jahre, sollen davon geprägt sein, dass ich das Bürgermeisteramt nicht nur als Beruf sondern als Berufung ausfüllen möchte. Ich möchte durch meine Person und durch meine Arbeit alle Röttenbacher Bürgerinnen und Bürger von mir überzeugen. 

Mir ist sehr wohl bewusst, dass ich ein nicht leichtes Erbe antrete – wurden doch durch meine Vorgänger, sei es nun der Altbürgermeister Andreas Baumüller, Karl-Heinz Seitz und letztlich in den zurückliegenden erfolgreichen 12 Jahren durch Hans Mitschke, die Wege von und für  Röttenbach auf unterschiedlichste Art und Weise, maßgeblich sehr positiv gestaltet.

Alle drei genannten, waren unterschiedliche Persönlichkeiten, die in ihrer eigenen Art, mit unterschiedlichen Naturell und möglicherweise auch unterschiedlichen Grundüberzeugungen ihr Bestes für Röttenbach gegeben haben. 

Ich bin aber auch davon überzeugt, dass sich der Erfolg nicht nur an einer einzelnen Person fest machen lässt. Erfolg bedeutet immer das gute Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Personen, die auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten und einen gemeinsamen Weg gehen. Deshalb auch mein Dank, an all diejenigen, die zu diesem Erfolg, in den letzten Jahren beigetragen haben.

Würden wir die politische Geschichte der letzten Jahre von Röttenbach mit einem Wanderweg vergleichen, so kämen wir sicherlich zu dem Ergebnis, dass einige Personen mit der Verabschiedung aus dem Gemeinderat oder aus dem Bürgermeisteramt vor einigen Wochen, ihren aktiven kommunalpolitischen Wanderweg beendet, oder aber auch eine andere neue, für Sie vielleicht noch unbekannte Richtung eingeschlagen haben.

Andere wiederum begeben sich auf diesen für sie noch neuen kommunalpolitischen Wanderweg und treffen dort Weggefährten, die auf diesem Weg schon länger unterwegs sind.

Auch ich persönlich gehöre zu den neuen Wandergesellen, ich komme von einem Weg, der für mich sehr bekannt war und bin jetzt an einer Kreuzung angekommen,  um eine neue Richtung  einzuschlagen. 

Ich möchte durch meinen eigenen Stil, durch meine Persönlichkeit und durch meine offene Art,  den Weg von Röttenbach, sowie meine Vorgänger, positiv mitgestalten. Gestalten heißt für mich nicht nur selbst Impulse zu setzten und kreativ sein, sondern es bedeutet für mich auch aktiv zuhören zu können, offen sein für Neues sowie sachlich und konstruktiv zu diskutieren, um dann, in einem Team, gemeinsam eine gute Entscheidung zu treffen.

Ich möchte und werde niemanden meiner Vorgänger kopieren – denn bekanntlich ist eine Kopie immer etwas schlechter als das Original.

Politik und Inhalt :

Die Ausgangssituation von Röttenbach stellt sich außerordentlich positiv dar. Sie alle wissen, dass Röttenbach keine pro Kopf Verschuldung hat. In den letzten Jahren konnten  sogar Rücklagen gebildet werden. Ich möchte heute auch die vielen Projekte, die in den letzten Jahren entstanden sind und Röttenbach durchweg positiv beeinflusst haben, nicht mehr im Detail darstellen – ich denke diese sind uns allen hinreichend bekannt.

Und doch stehen wir in Röttenbach vor neuen Herausforderungen. Denken Sie dabei nur an den demografischen Wandel, denken Sie an den Umwelt- und Naturschutz, denken Sie an unsere jungen Familien und die Schul- und Ausbildungssituation, denken Sie an die Arbeitsplatzsicherheit, denken Sie aber auch an veränderte politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen –  und ich könnte diese Liste der Herausforderungen noch beliebig fortsetzten.

Stillstand bedeutet Rückschritt!

Ich weiß, dass alle Röttenbacher Parteien und Gruppierungen, sich vor diesem Hintergrund der vielfältigen Herausforderungen, in den letzten Monaten viele Gedanken um Röttenbach gemacht und darüber diskutiert haben, was in Röttenbach noch besser gemacht, verbessert, oder wie Röttenbach auf die Zukunft vorbereitet werden könnte.

Alle politischen Gruppierungen, sei es nun die CSU, die Freien Wähler, die SPD oder aber die Unabhängigen Röttenbacher - die Reihenfolge der Aufzählung habe ich im Hinblick auf meine Neutralität alphabetisch gewählt – haben verschiedene Wahlziele formuliert. Mal waren diese Wahlziele mehr abstrakt, manchmal aber auch sehr konkret.

Bei genauer Betrachtung dieser Ziel fiel jedoch auf, dass ein großer Teil davon, über alle Gruppierungen hinweg ähnlich oder nahezu gleich waren - auf jeden Fall aber oftmals sehr eng beieinander lagen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren im Gemeinderat, lassen Sie uns diese Überschneidungen in unseren Wahlaussagen bitte als gemeinsame Chance begreifen, um daraus ganz konkret Projekte zu formulieren und zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger, diese zeitnah und unbürokratisch auf den Weg bringen.

Lassen Sie uns alle Themenfelder uneingeschränkt, bitte immer sachlich und konstruktiv diskutieren.

Es gibt aber auch Projekte die bereits im letzten Gemeinderat behandelt und zum Teil bereits auf den Weg gebracht wurden. Auch hier warten Aufgaben auf uns. Begonnenes soll hier zum Abschluss gebracht werden.  Auszugsweise möchte ich auch hier das Gasthaus Mehl, den Geh- und Radweg am Friedhof, den Erweiterungsbau des Betriebsgebäudes unserer Kläranlage, den Krippenneubau am Montessorihaus und das weitere Anlegen von Ausgleichsflächen für das Baugebiet Bucherweg 3 benennen. 

Und dann gibt es noch – und das ist mir besonders wichtig – die vielfältigen Wünsche unserer Bürger. Ich möchte hier stellvertretend für alle Wünsche nur den weiteren Einkaufsmarkt für Röttenbach oder das Projekt Fahrradweg von Röttenbach Richtung Dechsendorf nach Erlangen nennen.

Vielleicht kann ein Wunsch nicht zeitnah umgesetzt werden, weil an der Umsetzung auch andere Kommunen oder Städte beteiligt sind, dennoch liegt es an uns, weiter und kontinuierlich Gespräche zu führen, um den Weg dafür zu ebnen. 

Und wie das bei Wünschen so ist, so gibt es vielleicht bei einem anderen Projekt auch Überraschungen – es wäre doch schön, wenn wir eine solche Überraschung bereiten könnten.

Politische Kultur:

An dieser Stelle möchte ich wieder auf unseren Wanderweg zurückkommen. Wanderwege sind manchmal steil, manchmal steinig, manchmal irreführend. Manchmal muss man auch den Richtigen Weg erst finden.

Gerade deshalb ist eine politische Kultur wichtig, die es uns allen erlaubt, Ideen offen und unvoreingenommen zu diskutieren. Wir brauchen eine freie und faire Diskussionskultur in allen Gremien.

Dazu gehört gegenseitiger Respekt, gegenseitiges Zuhören und das gegenseitige Ernst nehmen. Es ist nicht wichtig, von wem eine Idee kommt oder wer einen Antrag stellt. 

Wichtig ist, dass es zum Wohle von Röttenbach und seinen Bürgerinnen und Bürgern ist. 

Deshalb müssen wir unser Mandat, das uns die Bürgerinnen und Bürger von Röttenbach erteilt haben, als Aufgabe für die nächsten 6 Jahre verstehen, in denen wir ohne partei- oder gruppierungspolitische Brille, weit ab von informellen internen Absprachen, uns immer für die Sache einsetzten.

Verstehen wir unsere Aufgabe deshalb als besondere Verpflichtung, als gemeinsames großes Projekt, dass wir zum Erfolg führen möchten.

Jeder einzelne von uns, sollte bei Entscheidungen sich seinem Gewissen gegenüber verpflichtet fühlen und  seine ganz persönliche Entscheidung, immer zu Wohle von und für Röttenbach und ihren Bürgerinnen und Bürgern treffen.

Ich bin mir sicher, dass dann unser gemeinsamer Wanderweg durch eine reizvolle und schöne Landschaft und immer nach vorne führen wird.

Verwaltung:

Auch unsere Verwaltung steht in der Pflicht.  Ich verstehe unser Rathaus als modernen Dienstleistungsbetrieb in dem unsere Bürgerinnen und Bürger als Kunden behandelt werden. Unsere Bürgerinnen und Bürger sind keine Bittsteller und der Mensch als solches auch kein Verwaltungsvorgang. Der Dienstleistungsgedanke, die Serviceorientierung und die Bürgerfreundlichkeit müssen und werden im Vordergrund stehen. Unsere Bürgerinnen und Bürger haben Anspruch auf eine kompetente Verwaltung – in der auch Beratung und Hilfe zum Selbstverständnis gehören. 

Ich erwarte von unserer Verwaltung Objektivität und Neutralität und eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Fraktionen.

Ich weiß, dass in unserem Rathaus ein tolles und engagiertes Team  arbeitet.

Ich weiß auch, dass wir mit unserer Geschäftsleitung Frau Müller eine sehr motivierte, loyale und sachkundige Mitarbeiterin haben und ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam als Team in der Mitarbeiterführung und im Hinblick auf die Steuerung der unterschiedlichen Arbeitsprozesse sehr gut zusammen arbeiten werden.

Ich bin aber auch davon überzeugt, dass nichts so gut ist, dass es nicht noch verbessert werden kann. Deshalb lade ich heute bereits alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein, an diesem Prozess mitzuwirken und ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge offenen einzubringen.

Verhältnis zu unserer Nachbargemeinde:

Mir ist ein vertrauensvolles Verhältnis, so wie dies auch in der Vergangenheit war, grundsätzlich zu unseren Nachbargemeinden sehr wichtig. 

Zu den Nachbargemeinden Hemhofen und Adelsdorf möchte ich gerade im Hinblick auf die Wasserversorgung und die Zusammenarbeit im Bereich der Schulen hier stets ein kooperativer und loyaler Partner sein, ohne dabei jedoch unsere eigenen Interessen aus den Augen zu verlieren.

Verhältnis zum Landrat:

Weiterhin liegt mir sehr an einer guten Zusammenarbeit mit unserem Landrat Herrn Eberhard Irlinger. Ich habe deshalb bereits mit ihm gesprochen und wir wollen uns in den nächsten Wochen zu einem ersten Gespräch treffen.

Meine Rolle als Bürgermeister:

Meine Rolle als Bürgermeister verstehe ich dabei nicht so, dass ich den Weg alleine vorgebe und Entscheidungen alleine treffe. Ich verstehe mich als Moderator und Koordinator, als Ideengeber, Gestalter und Motivator, aber auch als denjenigen, der den Mut hat, auch mal einen neuen Weg einzuschlagen.

Sehr geehrter Damen und Herren Gemeinderäte,

und hier möchte ich ein letztes Mal auf unseren Wanderweg zurückkommen. Manchmal wird dieser Weg nicht immer frei von Steinen sein, manchmal werden wir bergauf und bergab gehen, manchmal werden wir diesen Weg nur zögernd und vorsichtig gehen. Vielleicht ist dieser Weg auch einmal unterbrochen und wir müssen gemeinsam eine Brücke bauen um ein Hindernis zu überwinden. Und manchmal werden wir auch einen eingetrampelten Pfad einfach verlassen müssen. Wichtig ist, dass wir unser Wandziel dabei niemals aus den Augen verlieren.

Ich fordere Sie auf, lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam gehen und wenn es auch manchmal schwer sein wird. Es wäre doch toll, wenn wir in 6 Jahren sagen könnten, wir sind alle gemeinsam diesen Weg gegangen und dabei ein gutes Stück vorangekommen.

Für Röttenbach können wir vieles schaffen, wenn wir gemeinsam daran arbeiten.

Vielen Dank!

Es gilt das gesprochene Wort