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Reisebericht vom Ausflug nach Ostfriesland

Reisebericht

FW Ausflug nach Ostfriesland
09. – 13. September 2018
Reisebericht von Christel Assmann-Hobner

Sonntag, 09. September 2018, 9° - 26°, wolkig, teilweise Sonne
5.15 Uhr Start mit einem Bus der Fa. Kohler und unserem Fahrer Günter Leprich in Aisch am Marienplatz nach Jever, 650 km. Die meisten Teilnehmer sind schon in Adelsdorf zugestiegen. Insgesamt sind wir 49 Personen. In Gremsdorf nehmen wir noch die Brezen beim Bäcker Burkhard mit.
Wir fahren über die A 3 bis Biebelried und dann weiter auf der A 7 Richtung Hannover. Die Autobahn über die Rhön ist fast leer und wir kommen gut voran. Nach den Kasseler Bergen, kurz vor Göppingen wollen wir unsere Brotzeitpause machen. Allerdings ist die Raststätte wegen dem Sonntag mit LKW überfüllt. Auf einem nächsten Rastplatz mit WC finden wir einen freien Platz zum Rasten. Wie üblich gibt es Knacker, Polnische und Brezen mit Bier, Wasser und Schnaps. Auch Kaffee und dazu viele Kuchen, vor allem Zwetschgenkuchen. Wir bleiben dort etwa 1 ½ Stunden. Die Weiterfahrt Richtung Hannover ist bei Nordhausen unerwartet gesperrt wegen eines Brückenabbruchs, dadurch entsteht ein riesenlanger Stau. Das kostet uns 1 ½ Stunden Fahrzeit. Nach Hannover geht es mit kleineren Staus wegen Baustellen weiter. Nach dem Dreieck Walsrode Richtung Bremen machen wir nochmal auf einem Rastplatz eine größere Pause mit Brotzeit und Kuchen. (1 Stunde).
Um 17.30 Uhr kommen wir endlich in Jever an. Im Hotel Schützenhof werden wir schon erwartet. Im Bus erhalten wir gleich unsere Zimmerschlüssel bzw. Karten. Um 19 Uhr gibt es Abendessen/Buffet. Große Gemüseauswahl, Salat, Fisch und Fleisch und Nachspeise. Alles sehr lecker. Danach gehen wir bald ins Bett. Es war doch ein langer Tag.

Montag, 10. September 2018, wolkig aber kein Regen, etwas windig, 15° - 20°
7 Uhr Aufgestanden, Frühstücken. Es gibt eine große Auswahl an Speisen, auch Lachs und Rollmops und Sekt.
Um 9 Uhr starten wir mit einer ostfriesischen Reiseleiterin/Ilonka zur Rundfahrt.
Vorher gibt es noch eine kleine Stadtrundfahrt durch Jever. Kreisstadt mit 15.000 Einwohnern. Die Stadt wird auch Marienstadt bezeichnet wegen dem Fräulein Maria, die die letzte Herrin im 16. Jahrhundert war. Während ihrer Herrschaft erhielt Jever 1536 die Stadtrechte.  Das Schloss Jever entstand im 14. Jahrhundert. Es ist das bedeutendste Bauwerk der Stadt. Auch das friesische Brauhaus zu Jever sticht mit seinen verspiegelten Glastürmen hervor.
Über Wittmund – Wiesmoor Richtung Aurich über die deutsche Fehnroute am Große Fehnkanal entlang. Entbehrungsreich war das Leben der Ostfriesen, als sie in früheren Jahrhunderten begannen, das Moor zu kultivieren. Sie zogen schiffbare Kanäle, die sie bis heute Wieken nennen und entwässerten so das Land. So kamen viele Siedler in das Land. Allerdings war das Leben sehr entbehrungsreich. Viehhaltung gestaltete sich schwierig und so musste der Torf verkauft werden. Es war ein prägender Spruch „Den ersten der Tod, den zweiten die Not, den dritten das Brot“. Die Deiche und Wiesen, die Wallhecken und das moorige Land mit seinen Wasserläufen prägen die Landschaft. An den schnurgeraden Wieken entlang, entstanden langgestreckte Fehndörfer. Hier sieht man zahlreiche Zeugen der Vergangenheit. Prächtige Windmühlen, funktionstüchtige Schleusen mit Klappbrücken, uralte Backsteinkirchen und hübsche Gulfhäuser mit gepflegten Gärten. Gelebte Tradition – an einigen Häusern findet man Hinweise auf besondere Ereignisse und Feste.
Von dort fahren wir weiter Richtung Emden. In Emden machen wir eine kurze Rast am Hafen. Dort befindet sich auch das „Ottihaus“ vom Otto Walkes dem Komiker. Wir fahren weiter an der Schiffsverladestation vorbei. Hier warten hunderte von VWs auf ihre Verladung nach Übersee. Unser nächstes Ziel ist Greetsiel. Vorher machen noch Brotzeit an einer Bushaltestelle.
Greetsiel ist ein kleiner Fischerort mit etwa 1500 Einwohnern aber sehr vielen Touristen.
Am Ortseingang stehen imposant die Zwillingsmühlen und im Hafen liegen die beeindruckenden Krabbenkutter. Hier ist die größte Kutterflotte Ostfriesland zuhause. Diese bringt täglich am Morgen ihren reichen Fang an Land. Mit der Reiseführerin Ilonka machen wir einen kleinen Spaziergang durch den hübschen Ort. Anschließend haben wir eine Stunde Freizeit. Einige lassen sich die leckeren Matjes- und Krabbenbrötchen schmecken.
Dann geht die Fahrt weiter über die Störtebeker Straße bis nach Neuharlingersiel und Harlesiel. Dort laufen wir über den Damm zum Meer. Hier kann man die umfangreichen Deichschutzmaßnahmen sehen, durch die das dahinterliegende Land vor den Sturmfluten geschützt wird. Wir haben gerade Ebbe und man kann über das Wattenmeer am Horizont die Inseln Langeoog und Spiekeroog erkennen.
Um 17 Uhr sind wir zurück im Hotel. Um 18 Uhr Abendessen und anschließend Friesenabend mit der Wally. Sie spielt auf dem Schifferklavier überwiegend Seemannslieder vor, leider ohne Gesang. Das machen dann wir, vor allem Otmar und Günter. Es war ein gelungener amüsanter Abend. Um 22 Uhr fallen wir müde ins Bett.

Dienstag, 11. September 2018, Wolkig 16° - 19°, sehr windig, aber kein Regen
Um 9.30 Uhr zur Jever Brauerei und Führung durchs Brauerei Museum. Die Brauerei wurde bereits 1848 gegründet. Fachkundig wurde uns der Weg vom Rohstoff Mais, Gerste und Hopfen über die zahlreichen Stationen bis zum fertigen Produkt erklärt. Der Hopfen wird übrigens aus der Holledau in Bayern bezogen. Beeindruckend war, wie viele verschiedene Geräte und Maschinen dafür gebraucht wurden. Schon damals wurden dafür Erfinder und Entwickler gesucht und mit Prämien belohnt. Anschließend wurden uns die heutigen modernen Anlagen gezeigt. Besonders die riesige Flaschenabfüll-Anlage hat uns fasziniert. 60.000 Flaschen können hier innerhalb einer Stunde gefüllt werden. Die Anlage wird auch von anderen Brauereien genutzt. In der hauseigenen Gaststätte wurden uns dann 2 Biersorten nach Wahl und ein frischgebackenes Brötchen aus Treber Mehl serviert.
Um 13 Uhr ging die Fahrt weiter mit dem Bus nach Wilhelmshaven zum Marinemuseum. Wilhelmshaven liegt am Jadebusen und hat den größten Tiefseehafen in Deutschland und ist auch eng mit der Entstehung und Entwicklung der deutschen Marine verbunden. Die Stadt ist heute der größte Standort der Marine und der Bundeswehr.  Am Südstrand – Hafen liegen Kriegsschiffe, wie der Zerstörer „Mölders“, das Unterseeboot „U 10“ und das Minenjagdboot „Weilheim“. Es ist beeindruckend wie beengt die Offiziere und Matrosen auf so einem Schiff wochenlang leben und ihre Kriegsgeräte pflegen und bedienen. Die Mölders war nie in einem Kriegseinsatz, aber nahm an zahlreichen Einsätzen der Nato teil. Sehr beengt war auch die Besichtigung des U-Bootes.
Um 16 Uhr sind wir zurück im Hotel. Einige machten noch einen Spaziergang durch Jever.
18 Uhr Abendessen und gemütliches Beisammensein.

Mittwoch, 12. September, Leichter Regen 19°, am Nachmittag trocken
8.00 Uhr Start zur Insel Langeoog. Mit dem Bus fahren wir über Wittmund – Esens zum Fährhafen Bensersiel. Und von dort weiter mit einer Fähre durch eine Tide-unabhängige „Fahrrinne“ auf die etwa 4 km vom Festland entfernte Nordseeinsel Langeoog.
Die Insel Langeoog ist eine von sieben ostfriesischen Inseln. Ostfriesisch heißt Lange = lange und oog = Insel. Langeoog hat eine Fläche von rund 20 Quadratkilometern und einen etwa 14 Kilometer langen Sandstrand mit bis zu 20 m dahinterliegenden hohen Dünen. Unter den ostfriesischen Inseln ist Langeoog die einzige, die bisher ohne seeseitige Küstenschutzbauwerke auskommt. Massive Schutzanlagen wie Stein- oder Spundwände sind nicht vorhanden.
Die autofreie Insel Langeoog hat nur ca. 2.000 Einwohner und es kommen jährlich etwa 200.000 Touristen. Die Fährverbindung ist seit einem Hafenausbau im Jahre 1976 Tide-unabhängig. Die Fahrzeit von Bensersiel aus beträgt 45 Minuten. Am Fähranleger angekommen steigen wir um auf die Inselbahn.  Die Bahn verbindet den Fährhafen mit dem Ortskern. Die Fahrzeit für die 2,5 Kilometer vom Hafen zum Inseldorf beträgt etwa sieben Minuten. Am Bahnhof erwarten uns bereits drei Kutschen von Uwe`s Pferdemobil. Mit den Kutschen fahren wir ca. eine Stunde durch den Ort. Der Kutscher informierte uns über die Besonderheiten der Insel und zeigte uns die Sehenswürdigkeiten des Ortes. Eine berühmte Person der Insel ist Lale Andersen. Sie hat hier einige Jahre gelebt und ist auch hier begraben. Auch ein Denkmal wurde ihr zu Ehren hier errichtet.
Nach der Kutschfahrt haben wir drei Stunden Freizeit. Es regnet leicht. Einige von uns laufen gleich am Leuchtturm vorbei über die großen Dünen zum Strand. Die meisten aber kehren erst in die urigen Kneipen ein und genießen die ostfriesischen Spezialitäten. Gegen 13 Uhr hört es auf zu regnen. Am Strand herrscht eine leichte Brise. Das Meer ist relativ ruhig. Strandkörbe laden zum Verweilen ein. Leider scheint keine Sonne. Beim Bummel durch den Ort gibt es vieles zu entdecken.
Um 15.45 Uhr geht es mit der Inselbahn zurück zum Fährhafen und dann zurück nach Bensersiel. Um 17.30 Uhr sind wir wieder zurück im Hotel. 18.30 Uhr Abendessen.
Es wurde noch ein lustiger Liederabend mit Beteiligung einer zweiten Reisegruppe aus Brandenburg. Ein Teilnehmer davon spielte auf einem Akkordeon und Günter sang noch eines seiner bekannten Sololieder  „Flitschko Fly …….“
22 Uhr die Koffer müssen noch gepackt werden.

Donnerstag, 13. September 2018, sonnig, 15 ° in Jever, 23° in Adelsdorf
Nach dem Koffer einladen, 9 Uhr Start in Richtung Heimat, über Oldenburg – Osnabrück – Bielefeld- Paderborn. Wegen einer Umleitung kommen wir an Halle/Westfalen vorbei. Dort machen wir beim „Gerry Weber Outlet“ eine Toilettenpause. Das war auch eine gute Gelegenheit sich über Mode zu informieren und sich bei“ Storck“ mit Süßigkeiten einzudecken.
Kurz vor Kassel machen wir eine Brotzeit und Kaffeepause auf einem Rastplatz. Leider regnet es leicht, der aber nach einer Weile aufhört. Der nächste Halt mit Resteessen ist danach auf der „Raststätte Rhön“ bei trockenem Wetter, 21°.  Hier machen wir ein Gemeinschaftsfoto. Auf der Weiterfahrt werden noch gemeinsam Lieder gesungen.
Um 19 Uhr sind wir daheim in Adelsdorf nach insgesamt 1.900 km Wegstrecke.