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Reisebericht Ausflug nach Rügen 2012


Reisebericht von Christel Assmann-Hobner 
Ausflug nach Rügen
, Müritz, Stralsund und Hiddensee vom 09. - 14. September 2012 
Der Ausflug des Jahres 2012 ging unter der Leitung von Otmar Hobner und Günter Brehm ganz in den Norden Deutschlands. Zunächst an die Müritz und dann auf unsere größte Insel Rügen und an das kleine Anhängsel  Hiddensee.
Sonntag, 09. September 2012
5.30 Uhr Start. Es ist noch dunkel, 12°. In einer Stunde wird es hell, uns erwartet ein schöner sonniger Spätsommertag. Unser Busfahrer ist wieder der Günter Leprich, 50 Reiseteilnehmer sind dabei. Das Ziel für den heutigen Tag ist Waren an der Müritz.
Am Rasthof „Osterfeld“ machen wir eine größere Pause. Für  die Brotzeit wurde, wie auch bei früheren Fahrten, von den Freien Wählern bestens vorgesorgt. Es gibt verschiedene Würste, Brezen, knackiges Gemüse und natürlich auch Getränke, wie Bier, Wasser  und Sekt. Den Abschluss bildet Kaffee und Kuchen. So gestärkt geht die Fahrt weiter über die Autobahn Richtung Berlin. Nachdem der  Günter bei einer Baustelle die falsche Busspur erwischt, können wir auf einer Landstraße die Gegend um Leipzig kennenlernen. Bei einem gemeldeten Stau auf der Autobahn, war das sicher die bessere Lösung. Die nächste große Pause machen wir dann auf der Raststätte Fläming.
15 Uhr Ankunft bei  herrlichem  Wetter in Waren an der Müritz, der Stadt am kleinen Meer. Wir haben noch eine Stunde Zeit bis zur gebuchten Schifffahrt mit der „Europa“ auf der Müritz. Wir spazieren auf der Promenade am Wasser entlang zum schönangelegenen Stadhafen und durch die Altstadt. Einige besichtigen die Backsteinkirche St. Marien.
Die ca. einstündige Schifffahrt auf der Müritz, Deutschlands größtem Binnenmeer, ist ein beeindruckendes Erlebnis. Wenige von uns  kannten diesen großen weit verzweigten See, der 9 km breit und fast 18 km lang ist und eine Fläche von 112 qkm hat.
18.30 Uhr Ankunft im „Sporthotel Malchow“ unser Quartier für heute Nacht. Gepflegtes Hotel, etwas außerhalb des Ortes Malchow. 19.00 Uhr Abendessen, schmeckt hervorragend.
Die meisten unserer Gruppe gehen bald nach dem Essen in ihre Zimmer. Die letzte Nacht war bei vielen doch recht kurz.
Ein kleiner Teil der etwas Jüngeren übt sich beim Kegeln, unter großem Spaß einiger Zuschauer. Die Bahnen sind Scheren-Bahnen, deshalb eiert die Kugel  oft auf der schmalen Bahn hin und her bevor sie die Kegel  trifft. Sehr zur Belustigung der Zuschauer.
Montag, 10. September 2012
6.45 Uhr Wecken, anschließend Frühstück. 8.45 Uhr Weiterfahrt nach Stralsund.
Eine Abkürzung führt uns über Feld- und Wiesenwege zur Hauptstraße und dann auch zur Autobahn Richtung Rostock- Stralsund. Gegen 11 Uhr erreichen wir die Hansestadt Stralsund. Aufgenommen seit 2002 als Weltkulturerbe. Auf einem Busparkplatz erwartet uns schon der Reiseführer für die nächsten 4 Tage, Richard Lösche.
Im preußischen Paradeton stellt er sich vor. Diesen Ton behält er auch während der anschließenden Stadtführung bei. Wie wir später erfahren war er Major bei der Marine.
Zuerst machen wir mit dem Bus eine Fahrt um den mittelalterlichen Stadtkern, der vom leuchtenden Rot des Backsteins geprägt und von allen Seiten mit Wasser umschlossen ist.  Eine Seite mit dem Hafen und dem Meer, auf den anderen Seiten liegen der Frankenteich und der Knieperteich.
Bei herrlich warmen und sonnigen Wetter, ca. 28°, laufen wir in die Altstadt. Besichtigen die in typischer Backsteingotik erbaute St. Marienkirche. Dort steht die wohl schönste Barock-Orgel, errichtet 1659 von Friedrich Stellwagen. Weiter geht es dann am Katharinenkloster,  dem Meereskunde Museum und neurenovierten Herrschaftshäusern vorbei zur Nikolaikirche und dem Rathaus. Die Nikolaikirche und das Rathaus bilden ein städtebauliches Ensemble mit Innenhof und Galerie, die von Säulen getragen wird. Vom  Alten Markt hat man einen herrlichen Blick auf die spätgotische Backstein-Giebelwand, die zu den schönsten niederdeutschen Backsteinbauten gehört.
Bei einigen unserer Reiseteilnehmer meldet  sich der Magen und wir freuen uns  alle, um am Hafen bei den Fischbuden auf schwimmenden Fischkuttern, die frischen Brötchen mit Matjes und auch anderen Fischsorten zu kosten.
Im Hafen kann auch die Gorch Fock, dieses stolze alte Segelschiff das dort an der Mole ankert, besichtigt werden.
Während des Rundgangs und auch am Hafen können wir laut Sprachgebrauch des Reiseleiters Richard auch eine „Toilettierung“ vornehmen, zur Freude der Herren und auch  einiger Damen. Es wurde nämlich kurz vorher über die vielfältigen Möglichkeiten der  Benennung dieses menschlichen Bedürfnisses gesprochen (z.B. AB = Abort).
13.45 Uhr fahren wir dann weiter über die 2007 neuerbaute, 2831 Meter lange Rügenbrücke über den Strelasund zur Insel Rügen.
Um 15 Uhr erreichen wir unser Hotel für die nächsten 4 Tage, das „Radisson Blu“.
Nach dem Einchecken wird erst die schöne Hotelanlage erkundet. Das Hotel liegt etwas abseits des kleinen Ortes Vaschvitz, aber direkt am Bodden (Wasser). Ein Teil der Gruppe genießt die Sonne auf der Terrasse oder im Strandkorb am kleinen Sandstrand. Die anderen genießen den Wellnessbereich mit Sauna und Schwimmbad, innen und im Freien, oder gehen spazieren.
18.30 Uhr. Das Buffet  findet  großen Anklang. Danach versammelt sich fast die ganze Gruppe draußen auf der großangelegten Terrasse an  schnell zusammengestellten Tischen zur lockeren Unterhaltung. Es ist ein schöner  milder Sommerabend.
Dienstag, 11. September 2012
7 Uhr Aufstehen, Frühstücken. 9 Uhr Rundfahrt Nordrügen. Wetter: wolkig, aber noch trocken und warm.
Mit der Fähre überqueren wir mit dem Bus die kurze Meerenge zur Halbinsel Wittow und fahren Richtung Kap Arkona. In Putgarten besteigen wir die Arkonabahn, die uns bequem über einen schmalen und zum Teil holprigen Weg zum Kap bringt. Dort besichtigen wir den quadratischen Schinkelturm (der heute nur noch zu Ausstellungen und Festen, besonders auch Hochzeitsfeiern genutzt wird, viele dort verlegte und gravierte Marmorplatten zeugen davon) und den 40 km weit leuchtenden neuen Leuchtturm. Wer schlecht zu Fuß ist kann sich dort in Ruhe umsehen oder das Künstlerhaus besuchen und dann wieder mit der Bahn zurück nach Putgarten fahren. Der überwiegende Teil unserer Gruppe aber läuft die 1,5 km zum kleinen Fischerdörfchen Vitt den Berg zur Küste hinunter. Von dort hat man einen sehr schönen Blick auf den Kreidefelsen von Kap Arkona. In Vitt befindet sich auch die kleine achteckige Kapelle, die als Uferbethalle vom Heimatdichter und Pfarrer Ludwig T. Kosegarten fertiggestellt wurde.
Von Vitt aus fahren wir mit der Arkonabahn zurück nach Putgarten. Dort treffen wir auch die anderen wieder.  Mit dem Bus geht es weiter zur Halbinsel Jasmund und dem Nationalpark. Bevor wir uns  einen Film über das Naturreservoir ansehen und das dortige überaus interessante naturkundliche Museum besuchen, können wir einen weiteren herrlichen Ausblick auf die Kreidefelsen und das Meer genießen.
Zwischenzeitlich mussten wir allerdings einige kurze Regenschauer über uns ergehen lassen.
Um 15 Uhr fahren wir weiter nach Sassnitz, ein Ort der hauptsächlich von der Fischindustrie und der Kreideverarbeitung lebt. Dort erwartete uns der Fischkutter “Kalinin“.  21 Personen unserer Gruppe wollen den Blick auf die kilometerlange weiße Küste vom Meer aus betrachten. Der Rest der Gruppe bleibt zum Bummeln usw. in Sassnitz zurück. Die Fahrt mit dem Schiff dauert gut 2 Stunden. Das Meer ist ausgesprochen ruhig, was man vom Kapitän nicht sagen kann, der redet  1 Stunde ununterbrochen. Aber wir genießen trotzdem  die frische Seeluft und die herrlichen Ausblicke auf die Insel und die Kreidefelsen. Anschließend fahren wir zurück zum Hotel.
Um 19 Uhr erwartet uns das Abendessen mit Matjeshering und Pellkartoffeln und einem reichhaltigen Dessertbuffet. Danach können Interessierte auf einer extra installierten Leinwand das Fußballspiel Österreich : Deutschland ansehen. Die erste Halbzeit endet glücklich für Deutschland mit 0 : 1 (Torschütze Reus). Die Össis hatten nämlich mit einigen guten Torchancen die Oberhand.  Kurz nach der Pause gibt es einen Elfmeter für Deutschland. Özil schießt das 0 : 2. In der 56. Minute Anschlußtreffer für Österreich zum  1 : 2.  Dies ist dann auch das Endergebnis.
Mittwoch, 12. September 2012
6.30 Aufstehen. 8.15, Fahrt nach  Schaprode und von dort mit dem Schiff nach Vitte  auf die Nachbarinsel  Hiddensee.
Wetter, kühl und etwas Sonne, aber am Horizont bauen sich dunkle Wolken auf.
In Vitte angekommen fährt ein Teil unserer Gruppe mit einem bereit stehenden Pferdefuhrwerk zum nördlich gelegenen Ort Kloster. Die anderen wandern mit Richard die 2 ½ km am Meer  entlang.  An seinen militärischen Befehlston haben wir uns allmählich gewöhnt, sein vielfältiges Wissen beeindruckt uns sehr. Auch seine Sprüche und Verse, teils von berühmten Autoren sind  sehr amüsant. Auf dem befestigten Weg oberhalb der Dünen begegnen uns viele Radfahrer. Zwischendurch müssen wir leider immer wieder den Regenschirm aufspannen. In Kloster führt uns  Richard zum Gerhart-Hauptmann-Haus und zu dessen Grab. Gerhart Hauptmann  war, neben Asta Nielsen und Thomas Mann, Dauergast auf der Insel. Als er 1946 verstarb wollte er hier begraben werden. Dann besuchen wir die einst von Mönchen errichtete Inselkirche. Eine hier lebende Bewohnerin schildert uns die ursprüngliche Geschichte des Klosters, von dem heute nur die Kirche steht und die auch  nur noch für besondere Anlässe genutzt wird. Das Kloster wurde im 30-jährigen Krieg vollständig zerstört. Auch über das einfache Leben der hier lebenden Fischer erfahren wir einiges. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird Hiddensee  sanft touristisch erschlossen. Das Hauptverkehrsmittel ist das Fahrrad, der private Kraftfahrverkehr wurde von der Insel verbannt. Bevor wir den Hügel zum Leuchtturm „Dornbusch“ hinauf wandern, stärken wir uns in einer kleinen Dorf-Bäckerei mit Kaffee und Kuchen. Das Wetter meint es gut mit uns, es scheint sogar die Sonne. Oben am Leuchtturm angekommen, hat man einen herrlichen Rundumblick. In der Ferne konnte man sogar unser Hotel auf Rügen erkennen.
Zurück in Kloster treffen wir im Hafen den Rest unserer Gruppe. Ein Ausflugsschiff bringt uns zurück nach Schaprode .
Mit dem Bus fahren wir nach Lieschow zum Bauer Lange, ein Erlebnis-Bauernhof. Der Bauer Lange empfängt uns gerade als Bäcker in Aktion eines  Kinderprogrammes.
Bevor wir seine selbstproduzierte Ware an einem Grill-Buffet mit Fleisch, Fisch, Kartoffeln, Gemüse und Salat essen, machen wir einen Rundgang über den Hof. Im Schweinestall wälzt sich die größte Sau „Rosi“ mit ihren 9 Ferkeln und in der Scheune wurde allerlei Trödel angeboten. In einem Laden kann man die selbstangebauten Produkte erwerben.
Ein singender Seemann unterhält uns mit allgemein bekannten Liedern .Otmar kann nicht widerstehen und singt sein Lieblingslied „Santo Domingo“. Gegen 21 Uhr ist Schluss und unser Busfahrer Günter bringt uns wohlbehalten ins Hotel zurück.
Donnerstag, 13. September 2012
7.00 Uhr Aufstehen. 9.00 Uhr Rundfahrt Rügen-Süd.
Über Gingst – Samtens –Garz und weiter die Deutsche Alleenstraße entlang,  fahren wir nach Putbus. Die weiße Stadt oder auch Rosenstadt genannt mit dem großen Circus-Rondell. Von dort machen wir einen  Abstecher nach Lauterbach mit seinem schönen kleinen Fischerhafen.
Das nächste Ziel ist die Halbinsel Mönchsgut mit Ostseebad Thiessow. Dort hat man auf einer kleinen Anhöhe einen wunderbaren Ausblick sogar bis zur Insel Usedom.
Es ist schon Mittagszeit und wir machen am Ufer eine Kaffeepause um unsere selbstgebackenen Kuchen zu essen.
An der Ostküste entlang liegen die Bäderorte Göhren, Sellin und Binz. In Göhren können wir die reichlich verschwenderisch gebaute Uferpromenade, die mit geschliffenen Granitblöcken und Mauern befestigt ist, bestaunen. Am Bahnhof Göhren rangiert gerade der“ Rasende Roland“.  Wir fahren aber mit unserem Bus weiter.  In Sellin zieht uns die imposante Seebrücke in ihren Bann. Sie ist das Wahrzeichen der Insel und wurde 1997 nach alten historischen Unterlagen wieder neu aufgebaut. 87 Stufen führen hinunter zum darauf gebauten Restaurant und zum Strand. Es gibt aber auch einen Aufzug. Das Ostseebad Binz gehört zu den bekanntesten Seebädern an der Küste. Seine Promenade lädt uns zum Flanieren ein. Auf der einen Seite Häuser mit Türmchen, Loggien und Balkonen, auf der anderen Seite das Meer mit herrlich weißem Sandstrand und vielen Strandkörben. Viele Geschäfte und kleine Buden laden zum Schauen und Kaufen ein. Und auch der bekannte Feinkost „Gosch“ bietet seine leckeren Fischspezialitäten an. Der Aufenthalt vergeht viel zu schnell, aber der Richard will uns noch das bizarre Relikt und Zeugnis des politischen Wahns, Ende der 30er Jahre, den“ Koloss von Prora“ zeigen. Ein 4,5 km langer Gebäudekomplex. 20.000 Volksgenossen sollten hier ihren Urlaub mit „Kraft durch Freude“ verbringen. Auf der Rückfahrt zum Hotel besuchten wir noch die Inselhauptstadt Bergen.
Zurück im Hotel schwitzen einige noch in der Sauna im Wellnessbereich. Anschließend Abendessen vom  Buffet und gemütliches Beisammensein.
Heute brauchte man keinen  Regenschirm und am Abend war der Himmel fast wolkenlos.
Freitag, 14. September 2012
6.00 Uhr Aufstehen. Unsere Koffer haben wir schon vom vorherigen Abend gepackt.
8.00 Heimfahrt. 760 Km bis Adelsdorf. Insgesamt sind wir 1.900 km mit dem Bus gefahren.
Mittagspause  an der Raststätte „Linumer Bucht“. Es gibt die Reste unserer mitgenommenen Wurstspezialitäten.
Kaffeepause an der Raststätte „Osterfeld“. Hier werden die letzten gespendeten Kuchen verzehrt.
20.30 Uhr wieder daheim, trotz langem Stau in der Baustelle bei Leipzig.  Unser Busfahrer  Günter hat uns wieder wohlbehalten zurück gebracht.