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Ausflug 2009





Ausflug an die Nordsee

Vom 12. -16. September 2009

 

Vorbereitet und veranstaltet von Otmar Hobner

 

 

4 Uhr morgens, trockenes Wetter, 10°.  Wir starteten mit 49 Teilnehmern, von Adelsdorf  über die Autobahn A 7, die längste Autobahn Deutschlands, Richtung Hamburg.
Unterwegs legten wir auf einer Autobahnraststätte eine Frühstückspause ein. Wie auch auf den bisherigen Fahrten, wurden wir Alle mit gespendeten Kuchen, Würsten und Brezen versorgt. Die hausgemachten leckeren  Kuchen von unseren Frauen gebacken, konnten wir auch jeden weiteren Tag bei einer Kaffeepause genießen. Natürlich gab es auch ausreichend Bier, Mineralwasser und Sekt, sowie zur Verdauung ein Schnäpschen.

Gegen 16 Uhr trafen wir in Karolinenkoog in Nordfriesland ein. Unser Hotel „Pfahlershof“  lag etwas außerhalb, der nächstgrößere Ort Tönnig ist etwa 4 km entfernt. Nach dem Einchecken und einem kleinen Rundgang über die Hotelanlage ließen wir uns das Abendessen am Buffet in den für uns vorbereiteten Speisesaal schmecken.
Anschließend erklärte uns der „Heiner“ ein örtlicher Reiseführer, bei einem Diavortrag, das teilweise karge Leben an der nordfriesischen Küste und den, von der rauen Nordsee umgebenen Inseln. Die Stürme und die Landgewinnung, der Wechsel von Ebbe und Flut und das gesunde Klima. Das fruchtbare Marschland, auf der zum Meer gewandten Seite. Auf den riesigen Feldern wird Mais, Kohl und vielerlei Gemüse angebaut. Auf dem höhergelegenen Geestland weiden unzählige Kühe, Pferde, Schafe und Ziegen. Dazwischen niedere Büsche und kleine Erdwalle (die Knickse), um die Abtragung durch den Wind zu vermeiden. Überall dazwischen die stromerzeugenden Windräder. Er gab sich viel Mühe uns auf heitere Weise seine Heimat vorzustellen, doch der lange Tag forderte bei einigen Teilnehmern sein Tribut. Sie wurden von der Müdigkeit übermannt.

Am nächsten Morgen um 8.15 Uhr starteten wir nach Büsum. Von dort ging es mit dem Schiff „Funny Girl“ nach Helgoland. Die Fahrt auf die 70 km entfernte Insel  dauerte 2 ½ Stunden. Unterwegs zeigte sich die Nordsee, trotz Sonnenschein,  doch recht stürmisch und bei Windstärke 5 – 6 wurde es einigen Fahrgästen übel. Vorsorglich wurden daher vom Schiffsmaat ausreichend Tüten ausgeteilt. Auch das Ausbooten vor der Insel Helgoland war für die meisten eine neue Erfahrung.
Helgoland ist die einzige Hochsee-Insel Deutschlands und ist nur 1 qkm groß.  Die bis zu 60 m hohen roten Felsen an der Westküste sind bei stürmischer See vom Einsturz gefährdet. Bei einem Spaziergang und bei strahlend blauem Himmel konnten wir weit sichtbar  die „Lange Anna“ den Lummenfelsen mit seiner einzigartigen Vogelwelt bewundern. Hunderte von weißen Möwen, die dort ihre Brutplätze haben, umschwirrten den Felsen.
Auf der Ostseite hatte man einen herrlichen Blick auf die vorgelagerte Sandbankdüne. Auf ihr befindet sich der Flugplatz. Die Landebahn ist nur 350 m lang. Die Piloten, die dort mit ihren 1- oder 2-motorigen Propellermaschinen landen, brauchen hier  wegen des teilweise orkanartigen Windes , eine extra Ausbildung. Und im Städtchen, das sich über zwei  Ebenen über die Ostküste ausbreitet, konnte man frischen Matjes essen und auch zollfrei einkaufen.
Nach  einem 4-stündigen  Aufenthalt fuhren wir wieder mit dem Schiff,  diesmal bei  ruhiger See, zurück  zum Bus.

Bei  herrlichem Sonnenschein starteten wir am nächsten Morgen, wieder um 8.15 Uhr nach Schüttsiel, um von dort aus mit einer Fähre auf die Hallig Hooge zu fahren. Die 1 ½-stündige Überfahrt über das Wattenmeer verlief  ausgesprochen ruhig.  Von weitem sah man die Warften (die erhöhten bewohnten Hügel) der Hallig über dem Meer herausragen.
Auf der  Insel  blies ein steifer, frischer Wind, Fahradfahrer  hatten Mühe gegen den Wind vorwärts zu kommen. Eine Inselführerin erwartete uns. Sie schilderte uns, bei einer Wanderung über  die saftig  grüne Insel, das harte, karge und raue Leben auf den Halligen.  Mehrmals im Jahr stehen die flachen Wiesen unter Wasser und nur noch die Warften schauen aus der stürmischen See heraus. Es gibt 10 bewohnte Warften, darunter eine Kirchwarft und eine Citywarft, auf der sich Geschäfte und Gasthäuser befinden. Eine Schule gibt es auch. Zur Zeit werden dort 4 Kinder verschiedener Altersklassen unterrichtet. Nach der Grundschule müssen sie die weiterführenden Schulen auf dem Festland besuchen und wohnen dann bei Verwandten oder in Heimen. Eine frühe Selbstständigkeit wird hier vorausgesetzt.  
In einem Kino sahen wir einen eindrucksvollen Film über die letzte Sturmflut und den Naturgewalten. Nach dem Besuch des dortigen Heimatmuseums  kehrten wir zum Essen in einem  typischen   Seemannsgasthof ein. Dort gab es  leckere Fischspezialitäten wie „Labskaus, Matjes und Nordseekrabben“. Danach hatten wir die Möglichkeit mit einen Planwagen zur Fähre zurückfahren oder zu laufen.
Die  erneut ruhige Rückfahrt mit der Fähre durch das Wattenmeer nach Schüttsiel genossen die meisten Teilnehmer oben auf Deck in der Sonne. Wegen der Ebbe, musste das Schiff in einer schmalen Fahrrinne den Weg durch das Wattenmeer  zurückfahren. Auf den freigelegten Sandbänken konnte man verschiedene Vögel  beobachten und in der Ferne drehten sich unermüdlich  die vielen weißen  Windräder.

Gegen 19 Uhr waren wir wieder in unserem Hotel. Zum Essen gab es Spanferkel auf nordfriesische Art (gepökelt) mit verschiedenen Arten vom Kohl,  Kartoffelsalat oder Püree. Ein Alleinunterhalter legte CD`s  auf und einige schwangen dabei das Tanzbein. 

Um 8 Uhr starteten wir am nächsten Tag nach Niebüll. Der Reiseführer „Heiner“ begleitete uns. In Niebüll  wurde dann der Bus mit Insassen auf den Auto-Shuttle-Zug Richtung Westerland auf der Insel  Sylt  verladen.  Das war für viele ein ganz neues Erlebnis. 
Die Insel Sylt „Die Königin der Nordsee“  ist die größte der nordfriesischen Inseln. Mit dem Bus fuhren wir dann zuerst nach Süden an den urwüchsigen grünen Dünen  und blühender Heidelandschaft  vorbei  nach Hörnum. Dort haben sich große Wanderdünen gebildet, die die   Küste vor weiteren Abschwemmungen schützen. Hinter den Dünen erstreckt sich über die  gesamte Westküste  bis in den Norden ein herrlich weißer Sandstrand. An der Straße vor den Dünen reihen sich  gepflegte  Friesendörfer mit ihren hübschen  reetgedeckten   Häusern. Die Dünen geben ein harmonisches Landschaftsbild ab.  
Nur Westerland, der größte Ort auf Sylt,  fiel mit seinen Hochhäusern aus der Reihe. Die vielen Geschäfte und Kaffee´s luden uns zu einem Stadtbummel ein. Danach fuhren wir am Nobelort  Kampen mit seinen reetgedeckten Villen vorbei nach List, dem nördlichsten Ort der Insel. Man kann schon verstehen, dass hier viele Leute wohnen oder ihren Urlaub verbringen. Allerdings ist das Wohnen und Mieten entsprechend teuer, wie wir von einem jungen Paar aus Düsseldorf erfahren haben. 200 €  pro Nacht für eine 70 qm große Wohnung in Rantum muß man schon zahlen.
In List angekommen kehrten wir in der größten nördlichen  Fischbude „Gosch“ ein,  und aßen dort zum x-tenmal Matjes. Aber es gab auch andere frische und leckere Nordseefisch-Spezialitäten, Hummer, Jakobsmuscheln, Krabben, Seefisch und, und, und...! Alles erstaunlich preiswert.

Dann hieß es Abschied nehmen  von einer traumhaft schönen Urlaubsinsel.
Um 16.40 Uhr verlassen wir List/Sylt mit einer Fähre Richtung Dänemark nach Römo/Havneby. Die Fahrt dauerte 40 Minuten. Nach einem Stopp in einem "königlichen WC" laut unseres Reiseleiters, fuhren wir wieder mit dem Bus  nach Deutschland und ins Hotel zurück.
Am nächsten Morgen traten wir nach schönen erlebnisreichen Tagen die Heimreise an. Die meisten Teilnehmer meldeten sich gleich für die nächste geplante Reise nach Kroatien an.

Reisebericht von Christel Assmann-Hobner